Rattenbekämpfung in Tübingen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, SWR, Friso Gensch)

Jetzt werden Köder ausgelegt Zu viele Ratten in der Tübinger Kanalisation

Nachts kommen sie heraus und suchen Futter: auf Parkbänken oder in gelben Säcken. Am Neckar hat es so viele Ratten, dass man sie auch tagsüber sieht. Eine Fachfirma wird jetzt töten.

Die Stadt Tübingen beginnt in dieser Woche, Ratten in der Kanalisation zu bekämpfen. Zuerst legt eine Spezialfirma ungiftige Köder in den Abwasserrohren aus. Nach etwa zwei Wochen kann man damit feststellen, wo genau sich die meisten Ratten aufhalten. An den entsprechenden Stellen werden dann Giftköder ausgelegt. Diese werden nach etwa vier Wochen erneuert. Die toten Tiere werden entsorgt.

Pizzareste sorgen für reichlich Nachwuchs

Die beste Art der Rattenbekämpfung wäre es, wenn die Tiere in der Stadt weniger Nahrung fänden, heißt es im Tiefbauamt. Denn dann würde sich der Rattenbestand auf natürliche Weise und ohne Gift reduzieren. Doch die Nager werden im Tübinger Stadtgebiet üppig versorgt: Essensreste, die in der Toilette entsorgt werden, übermäßige Vogelfütterung oder halbleere Pizzakartons auf Parkbänken.

Nach Angaben der Tübinger Stadtverwaltung gab es in letzter Zeit vermehrt Beschwerden über den Rattenbestand. Künftig will die Stadt zwei Mal jährlich die Ratten jagen und töten. Die zweite Runde ist für Oktober vorgesehen.

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