Roboter im MPI in Tübingen (Foto: SWR, Markus Beschorner)

Wissenschaftsministerium beruft Mitglieder Ethikbeirat für Cyber Valley in Tübingen

Wie wirken sich Projekte zur Erforschung Künstlicher Intelligenz gesellschaftlich aus? Dazu wurde ein Ethikbeirat für den Forschungsverbund Cyber Valley in Tübingen eingesetzt.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hat neun Mitglieder des Öffentlichen Beirats berufen. Er soll dazu beitragen, dass ein ethisches und gesellschaftliches Leitbild für die Erforschung von Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt wird. Bauer geht es um Transparenz und Dialog bei dem umstrittenen Thema.

"Künstliche Intelligenz hat enormes gesellschaftliches Veränderungspotenzial. Um dieses zu nutzen, braucht es auch das Vertrauen der Menschen in die Chancen."

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer

KI-Projekte werden geprüft

Der Beirat soll die Projektanträge vor ihrer Genehmigung durch eine Kommission von Wissenschaftlern, Politikern und Unternehmern prüfen. Er kann nur eine Empfehlung abgeben. Die Kommission entscheidet nach wissenschaftlichen Kriterien darüber, welche Forschungsprojekte finanziert werden. Der Fördertopf hat ein Volumen von fünf Millionen Euro für die kommenden vier Jahre.

Wissenschaftler und Laien im Gremium

Neben Wissenschaftlern aus Tübingen, Karlsruhe und Marbach wurde in das Gremium auch ein Heidelberger Fridays-for-Future-Aktivist berufen. Ein Mitglied des Tübinger Gemeinderats soll noch benannt werden, um eine kommunale Begleitung des Cyber Valleys zu ermöglichen. Vor allem die Ansiedlung von Amazon ist in der Bevölkerung umstritten.

Dauer

Europas größter Forschungsverbund

Das Cyber Valley in Tübingen ist Europas größter Forschungsverbund aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Beteiligt sind das Land Baden-Württemberg, das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die beiden Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie verschiedene Unternehmen und Stiftungen.

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