Zwei blau gekleidete Arbeiter an einem großen Hohlzylinder. (Foto: Zollern GmbH Herbertingen)

Nach Ministererlaubnis von Peter Altmaier Neues Unternehmen durch Zollern-Fusion in Sigmaringendorf

Jetzt ist der Weg frei: 1.800 Mitarbeiter soll das neue Unternehmen beschäftigen, das der Maschinenbauer Zollern aus Sigmaringendorf und die österreichische Firma Miba planen.

Das Kartellamt war dagegen, Bundeswirtschaftsminister Altmaier dafür. Die Fusion zweier Metallunternehmen war schon länger geplant, wurde zuerst aber untersagt. Gestern nun erteilte Altmaier eine Ministererlaubnis, und eine Zusammenarbeit der Firmen ist möglich. Die beiden Unternehmen gaben daraufhin bekannt, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen - mit rund 1.800 Arbeitsplätzen.

Mehrere Standorte

Miba bezeichnet sich als Spezialist in der Herstellung von Gleitlagern für Großmotoren, Zollern als einer der weltweit führenden Hersteller. Gleitlager sind Bestandteile etwa von Schiffs-, Zug- und Windkraftanlagen. Die neue Firma soll neben den Hauptstandorten in Deutschland und Österreich auch Standorte in den USA, Brasilien und China haben. Zollern und Miba erwarten nach eigener Aussage einen Jahresumsatz von 300 Millionen Euro.

Dauer

Hoffmeister-Kraut: "richtiges Signal"

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hält die - selten erteilte - Ministererlaubnis für ein "richtiges Signal aus Berlin an unsere mittelständischen Unternehmen". Man habe hier einen gut begründeten Ausnahmefall, bei dem gesamtwirtschaftliche Vorteile überwiegen. Sie habe sich deshalb wiederholt bei Altmaier für diese Erlaubnis eingesetzt. Altmaier selbst erklärte, die Genehmigung sei bedeutsam für die Energiewende und andere umweltpolitische Ziele.

Die Zollern GmbH beschäftigt an verschiedenen Standorten insgesamt 3.000 Mitarbeiter und ist teils im Besitz der Fürstenfamilie Hohenzollern-Sigmaringen.

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