Wiederbelebte Tradition auf der Zollernalb Burladinger Fasnetsspiel wie früher

Wiederbelebte Tradition auf der Zollernalb Burladinger Fasnetsspiel wie früher

Fasnetsspiel in Burladingen 1924 (Foto: Pressestelle, Narrenzunft Nautle, Burladingen)
Schon damals hatte das Fasnetsspiel Tradition: Aufnahme aus dem Jahr 1924. Pressestelle Narrenzunft Nautle, Burladingen
Alle Darsteller waren Männer. Auch in den Frauenrollen. Dieses Bild wude 1924 aufgenommen, und zwar nach dem Stück, als das Publikum sich verlaufen hatte. Pressestelle Burladinger Narrenzunft Nautle
Zwischen den Kriegen herrschte immerhin in der Fasnet Kontinuität. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1926. Pressestelle Burladinger Narrenzunft Nautle
Eine Riesengaudi, und doch eine ernste Sache. Das Burladinger Fasnetsspiel 1928. Pressestelle Burladinger Narrenzunft Nautle
Das Jahr der Wiederbelebung: Seit 2006 gehört das Fasnetsspiel wieder fest zur fünften Jahreszeit dazu. Pressestelle Burladinger Narrenzunft Nautle
Herr der falschen Bärte: Frisör Konni Maier verschiebt für die Tradition auch mal seinen Jahresurlaub. (Hier bei der Fasnet 2017)
Das Ensemble in diesem Jahr, noch ohne Bärte, ansonsten aber bereit für den "(Un)heiligen Stephanus" am 16. Februar. Pressestelle Burladinger Narrenzunft Nautle

Am Wochenende führt die Burladinger Narrenzunft Nautle eine alte Tradition fort, das historische Fasnetsspiel. Diesmal soll ein Heiliger zum Leben erweckt werden.

Schon ab Samstag 10 Uhr sind die Hauzeglader, die Hochzeitslader unterwegs. Die Hochzeit ist das Fasnetsspiel, die Brautpaare bestehen ausschließlich aus Männern. Sie bitten die Bürger um Hochzeitsgeschenke in Form von Eiern und Speck. Daraus wird nach dem Fasnetsspiel in einer großen Pfanne die "Hauzegscheke" gebraten und kostenlos unter den Gästen verteilt. Danach wird in der Zunftstube, den Besenwirtschaften und den Gaststätten bis in die Nacht hinein gefeiert.

Ein Herold Burladinger Geschehnisse

Vor dem eigentlichen Fasnetsspiel, das seit jeher unter freiem Himmel stattfindet, trägt ein "Läufer" glossierend vor, was die Burladinger seit der letzten Fasnet alles beschäftigt hat.

Der (un)heilige Stephanus

Im Stück geht es dieses Jahr um ein kleines schwäbisches Dorf, das versucht, sich mit einem "Wunder" zum Wallfahrtsort zu mausern. Der Heilige Stephanus am Seitenaltar der Dorfkirche soll plötzlich zum Leben erwachen.

Falsche Bärte

Dabei werden auch die Frauenrollen von Männern gespielt. Männer die Männer spielen, bekommen übertriebene Bärte angeklebt. Frauen haben beim Fasnetsspiel keine andere Aufgabe, als ihren Männern Blumenkränze zu winden.

Wiederbelebter Brauch

Diese Tradition ist weit über 100 Jahre alt. Sie setzte sich zwischen den Weltkriegen fort, schlief in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aber langsam ein. Im Jahr 2006 hat die Narrenzunft Nautle die Tradition wieder aufgenommen.

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