Landarztpraxis (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Weiterbildung für Medizinstudenten Kreis Freudenstadt bekämpft Ärztemangel

Immer mehr Hausärzte finden keinen Nachfolger für ihre Praxis, vor allem in ländlichen Gegenden. Der Kreis Freudenstadt will angehende Ärzte mit einem Ausbildungskonzept locken.

Kreisärzteschaft und Kreisklinik haben jetzt einen Vertrag geschlossen. Sie wollen es Medizinstudenten leichter machen, sich zum Allgemeinmediziner weiterbilden zu lassen, also zum Hausarzt. Dafür haben sie einen Verbund gegründet. Es sei der erste dieser Art in Baden-Württemberg überhaupt, so Anja Ruf vom Landratsamt. Sie hat das Konzept mitentwickelt.

Vertreter aus Politik und Gesundheitsversorgung unterzeichnen den Vertrag für die Verbundweiterbildung (Foto: Pressestelle Kliniken Freudenstadt)
Vertreter aus Politik und medizinischer Versorgung unterzeichnen den Vertrag für die Verbundweiterbildung. Pressestelle Kliniken Freudenstadt

Stationen einer Ausbildung

Den Medizinstudenten soll so die aufwändige Organisation der Ausbildung abgenommen werden. Innerhalb von zwei Jahren sollen sie sich an verschiedenen Stationen im Landkreis weiterbilden, sowohl im Krankenhaus, als auch in verschiedenen Arztpraxen.

Für junge Mütter und Väter

Dabei entstünden für die Studierenden keine größeren Pausen. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen mit Teilzeitmodellen seien möglich. Die Verbundpartner hoffen, dass für Medizinstudenten so die Hemmschwelle sinkt, sich zum Hausarzt ausbilden zu lassen.

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