Weihnachtsgeschenk für die Universität Historischer Silberbecher wieder in Tübingen

Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg hatte ihn der Tübinger Universität zum 200. Gründungstag geschenkt. Das war 1677. Jetzt ist er zurück.

Ein Tübinger Sammlerpaar hat das historische Stück in einem Kölner Auktionshaus ersteigert und der Uni nun zu Weihnachten geschenkt. Damit gehören jetzt wieder zehn Universitätsbecher zum Silberschatz der Hochschule. Ursprünglich waren es einmal zwei Dutzend Becher.

Der Tübinger Universitätsbecher aus dem Jahr 1677  (Foto: Pressestelle, Friedhelm Albrecht, Universität Tübingen)
Weihnachtsgeschenk für die Uni: Der Universitätsbecher aus dem Jahr 1677 Pressestelle Friedhelm Albrecht, Universität Tübingen

Außerdem gehören zum Silberschatz der Uni seltene Zepter aus dem 15. und 16. Jahrhundert und verschiedene Tafelaufsätze, also Tischschmuck. Die silbernen Becher wurden vermutlich bei offiziellen Anlässen benutzt.

Teile des Tafelsilbers verloren gegangen

Wie Teile des Uni-Tafelsilbers im Laufe der Jahrhunderte abhanden gekommen sind, weiß man nicht.

Der Becher ist etwa zehn Zentimeter hoch und wiegt knapp 200 Gramm. Das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart besitzt ein identisches Exemplar.

Verdientes Stifterpaar

Das Sammlerpaar Marie Luise Zarnitz und Claus Pelling aus Tübingen betätigt sich seit vielen Jahren als Gönner der Universität, so der Direktor des Unimuseums Ernst Seidl. Er hofft, den Universitätsschatz in spätestens acht Jahren, zum 550. Jubiläum der Universität, öffentlich präsentieren zu können.

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