Prozess am Tübinger Landgericht Vorwurf: Anstiftung zum sexuellen Missbrauch

Am Landgericht Tübingen hat der Prozess gegen einen Mann aus Ellwangen begonnen. Ihm wird Anstiftung zu sexuellem Missbrauch von Kindern und zur Vergewaltigung vorgeworfen.

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Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft muss sich der 37-jährige Angeklagte außerdem wegen der Verbreitung pornographischer Schriften verantworten. Er soll Frauen aufgefordert haben, ihm Aufnahmen ihrer Kinder und von Senioren zu beschaffen.

Schwerer sexueller Missbrauch

Die Anklage warf dem Mann aus Ellwangen vor, über Online-Partnerbörsen Kontakt zu den Frauen aufgenommen zu haben. Er soll sie über einen Messengerdienst zu den Übergriffen überredet haben. Vor Gericht hat er sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Mann wirkte sehr gefasst. Mit angeklagt ist eine 35-Jährige. Ihr wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Sie hatte die Polizei auf die Spur des Angeklagten gebracht. Während der Vernehmungen ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Altenpflegerin bereits verurteilt

Das Ulmer Landgericht hat bereits eine der beschuldigten Frauen im Oktober zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Altenpflegerin hatte in einem Pflegeheim in Göppingen zwei demenzkranke Frauen beim Waschen sexuell missbraucht, sie dabei gefilmt und fotografiert. Das Handyvideo sowie Fotos halbnackter Heimbewohner soll sie dem Angeklagten auf dessen Aufforderung hin geschickt haben.

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