Zahl der Ebolafälle im Kongo gestiegen (Foto: dpa Bildfunk, Kitsa Musayi)

Tübinger Expertin beendet Reise im Kongo Mehr Hilfe im Kampf gegen Ebola gefordert

Das Deutsche Institut für ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen wünscht sich mehr internationale Hilfe im Kampf gegen Ebola. Die Lage im Kongo ist dramatisch.

Die Direktorin des Difäm, Gisela Schneider, ist am Dienstag aus dem Kongo zurückgekommen. Der andauernde Bürgerkrieg und die vielen Menschen, die auf der Flucht sind, erschweren es, die Seuche in den Griff zu bekommen, sagte die Ärztin.

Ausbreitung der Seuche befürchtet

Schneider befürchtet, dass sich die Seuche weiter ausbreitet. Den Flüchtlingen fehle sauberes Wasser und Desinfektionsmittel. Die hygenischen Umstände seien zum Teil erschreckend.

Dauer

Prävention vor Ebola wichtiger

Forschern ist es nach eigenen Angaben gelungen neue Medikamente zu entwickeln, die die Krankheit eindämmen. Das sei toll, so Schneider. Es gebe ja bereits wirksame Medikamente und Impfstoffe. Schneider hält jedoch Prävention für wichtiger, damit sich die Menschen vor der Krankheit schützen können. Viele kämen wegen der Kämpfe zu spät in die medizinischen Versorgungszentren.

"Ich würde mir wünschen, dass die UN ihr Mandat erweitert und endlich eingreift und für Frieden sorgt"

Die Direktorin des Deutschen Instituts für ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen, Gisela Schneider

Rund 1.900 Menschen sind im Kongo laut Hilfsorganisationen allein in diesem Jahr an der hoch ansteckenden Krankheit gestorben. Das sind viermal soviele wie 2018. Das Difäm arbeitet seit Jahren mit Partnern vor Ort zusammen und unterstützt sie beim Aufbau der medizinischen Versorgung.

STAND