Rathaus Tübingen (Foto: SWR, Anette Hübsch)

Mehr Einsatz für den Umweltschutz Tübingen will bis 2030 klimaneutral werden

Der Energieverbrauch der Stadt Tübingen soll bis 2030 ohne CO2-Belastung der Umwelt erfolgen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Mit einschneidenden Folgen für alle Bürger.

Es ist eine große Aufgabe, die sich die Stadt auferlegt hat. Bis 2030 klimaneutral zu werden, ist laut Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) realistisch. Das geht aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Denn wird Tübingen klimaneutral, werde sich das erheblich auf den Alltag der Bürger auswirken, so Palmer.

Dauer

Vorschläge erarbeiten

Möglicherweise müssten dann Autos aus der Innenstadt verschwinden, Parken könnte teurer werden und Busfahren wäre kostenlos, so Palmer. Mit dem Beschluss wird die Verwaltung nun beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen.

Dauer

Entscheidung noch ohne Bürger-App

Darüber wollte Tübingens grüner OB eigentlich die Meinung der Bürger einholen - mit der neuen Bürgerbefragungs-App. Doch darauf konnte sich der Gemeinderat nicht einigen. Die Linken wollten das Umweltthema erst in den Ausschüssen beraten. Die SPD plädierte für einen bindenden Bürgerentscheid.

Vorreiter im Land

Tübingen dürfte mit seiner zeitlichen Vorgabe, bis 2030 klimaneutral zu werden, Vorreiter im Land sein. Stuttgart will bis 2050 nachziehen. Auch die Städte Karlsruhe und Freiburg haben entsprechende Klimaschutzkonzepte beschlossen. Konstanz hat vor kurzem den Klimanotstand ausgerufen.

STAND