Für Engagement in der Flüchtlingshilfe Tübinger Menschenrechtspreis geht an Anwalt

Der Rechtsanwalt Manfred Weidmann ist mit dem Tübinger Menschenrechtspreis 2019 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung bildete den Auftakt der 5. Tübinger Menschenrechtswoche.

Der Applaus der rund 400 Gäste für Weidmann am Montagabend war riesig. Seit Mitte der 1980er Jahre ist Weidmann Anwalt für Asyl- und Ausländerrecht in Tübingen. Nominiert wurde der 63-Jährige vor allem für sein Engagement in der Flüchtlingshilfe. Er ist unter anderem bei ProAsyl, im ehrenamtlichen Asylcafé Reutlingen und im Vorstand des Flüchtlingsrats Baden Württemberg aktiv.

Dauer

"Klimakrise führe zu Flucht"

Die Jury lobte vor allem Weidmanns menschliches Engagement für die Geflüchteten. Die Festrede hielt Luisa Neubauer, Mitinitiatorin und Gesicht der deutschen 'Fridays for Future' Bewegung. Sie forderte einen radikalen Kampf gegen die Klimakrise. Denn sie führe weltweit zu immer mehr Flucht und Verletzungen der Menschenwürde.

Tübinger Menschenrechtswoche

Der Preis wurde im Rahmen der 5. Tübinger Menschenrechtswoche verliehen. Eine Woche lang gibt es Podiumsdiskussionen, Vorträge und Aktionen zu den Themen Umweltverschmutzung, Prostitution, Armut und unwürdige Arbeitsbedingungen. Bereits vor der offiziellen Eröffnung war am Sonntag der Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege in Tübingen zu Gast.

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