Tübingen Landrat: Bootsflüchtlinge sind Bundesangelegenheit

Der Tübinger Landrat Walter hat auf einen offenen Brief von Flüchtlingshelfern reagiert. Der Kreis werde sich nicht extra für Bootsflüchtlinge engagieren, so seine Antwort. Die Helfer hatten den Landkreis aufgefordert, 150 Flüchtlinge von Rettungsschiffen im Mittelmeer aufzunehmen. Dafür sollte der Kreis seine bereits geschlossenen Gemeinschaftsunterkünfte wieder öffnen. Das gehe nicht so ohne Weiteres, so der Landrat. Die Mietverträge seien beendet oder die Unterkünfte würden von den Gemeinden wieder für andere Zwecke genutzt. Der Kreis Tübingen sei als untere Verwaltungsbehörde zwar zur Unterbringung von Flüchtlingen verpflichtet, aber nur, wenn sie von Land oder Bund angeordnet werde. Der Kreis werde deshalb nicht extra seine Hilfe anbieten, so Walter. Eine europäische Lösung, wie sie Kanzlerin Merkel anstrebt, sei der einzig richtige Weg.

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