Forschungsgebiet Künstliche Intelligenz "Cyber Valley"-Gegner und Uni Tübingen diskutieren

Es gibt Widerstand gegen das "Cyber Valley" - ein Verbund zur Erforschung Künstlicher Intelligenz. Jetzt haben sich 600 Interessierte, Forscher und die Uni Tübingen getroffen.

Seit über zwei Wochen besetzen Gegner des "Cyber Valley" einen Hörsaal der Uni Tübingen. Eine von bereits mehreren Aktionen. Die Kritiker protestieren damit gegen das Forschungsprojekt, das aus Ihrer Sicht zu kommerziell ausgerichtet ist und für militärische Zwecke missbraucht werden könnte. Diesen Standpunkt machten die Gruppe am Dienstagabend noch einmal deutlich.

Dsikussionsforum Gegner Cyber Valley Universität Tübingen  (Foto: SWR, Markus Beschorner)
Rund 600 Interessierte kamen zur Diskussionsrunde mit den Forscher des "Cyber Valley" und der Uni-Leitung. Markus Beschorner

Fehlende Transparenz kritisiert

Auch die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Riesenkonzern Amazon und fehlende Transparenz kritisierten die Gegner. Im "Cyber Valley" arbeiten das Land, die Universitäten Stuttgart und Tübingen, die Max-Planck-Gesellschaft zusammen, aber auch Konzerne wie Amazon, Bosch oder Daimler.

Forscher betonen Unabhängigkeit

Die Wissenschaftler wiesen die Kritik zurück und betonten bei der Veranstaltung die Unabhängigkeit von der Industrie. Sie seien jedoch jederzeit zu einer breit angelegten gesellschaftlichen Diskussion bereit, wie von den Kritikern gefordert.

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