Tausende Essen an Bedürftige Reutlinger Vesperkirche endet

In Calw wird die Vesperkirchen-Saison erst Ende März enden. Reutlingen hatte sie für die Region vor einem Monat eröffnet. Der Pfarrer sprach von einem Denkmal der Schande.

Es sei kaum zu glauben und eine Schande, dass in einer reichen Stadt wie Reutlingen die Armut so sehr zunehme, sagte Pfarrer Jörg Mutschler bereits im Januar. Vor allem Alleinerziehende und einsame ältere Menschen nutzten das Angebot.

Die Helfer sind das Wunder

250 bis 300 Ehrenamtliche trugen die Vesperkirche mit. Der Leitungskreis sei sehr engagiert. Das sei das eigentliche Wunder der Vesperkirche, so Mutschler jetzt: Es zeige, dass es Menschen gebe, die sich mit dem Elend anderer nicht zufriedengeben.

Vesperkirche Calw (Foto: SWR, Müller)
Immer gur besucht - die Vesperkirche in Calw Müller

Rund 270 ehrenamtliche Helfer wollen sich in der Cawler Vesperkirche engagieren, neben der Essensausgabe auch beim Fahrdienst, in Beratungsangeboten oder auch wieder zum Haareschneiden. Geplant ist das Calwer Angebot vom 12. bis zum 21. März. Die größte Vesperkirche in der Region wird täglich bis zu 600 Essen anbieten.

Auch die Vesperkirche in Nagold hat am Sonntag nach zwei Wochen ihre Türen geschlossen. Laut Diakon Bernd Schmelzle wurden 6.900 Essen ausgegeben.

Horber Sommer-Vesperkirche kommt wieder

In Freudenstadt und Horb war die Vesperkirche bereits Anfang Februar beendet. Horb will allerdings zum zweiten Mal auch in den Sommermonaten gelegentlich Gegrilltes, Salate und Suppen anbieten. Im vergangenen Jahr wurde die erste Sommer-Vesperkirche Baden-Württembergs auf dem Horber Flößerwasen gut angenommen.

In der Rottenburger Vesperkirche, die vor einer Woche begonnen hat, servieren 150 Freiwilllige noch weitere zwei Wochen lang täglich warmes Essen. Die Tübinger Vesperkirche geht noch bis zum 23. Februar.

Vegetarisches in Villingen-Schwenningen

In Villingen-Schwenningen, wo das Angebot noch bis zum 17. Februar täglich gilt, gibt es in diesem Jahr erstmals auch ein vegetarisches Menü. Insgesamt rechnet Pfarrer Andreas Günter mit bis zu 7.000 Gästen.

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