Der alte Metzinger Schlachthof ist in die Jahre gekommen. (Foto: dpa Bildfunk, Arno Burgi)

Suche nach Partnern für Regionalvermarktung Metzingen erarbeitet Konzept für neuen Schlachthof

Immer mehr regionale Schlachthöfe müssen schließen. Auch in Metzingen im Kreis Reutlingen soll der Schlachthof verschwinden. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, gemeinsam mit anderen Kommunen einen interkommunalen Schlachthof umzusetzen.

Bis Ende 2020 wird in Metzingen noch geschlachtet. Dann ist Schluss. Das Schlachthofgebäude ist in die Jahre gekommen. Außerdem beschweren sich die Anwohner immer wieder über Gestank. Die Auslastung des Betriebs sei zudem zu gering, so die Stadt.

"Gerade im Biosphärengebiet Schäbische Alb wäre es gut, wenn wir es schaffen würden, gemeinsam eine Schlachteinrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, dass Regionalprodukte gewonnen und vermarktet werden können".

Ulrich Fiedler, Metzinger Oberbürgermeister

Damit Tiere aus der Region auch weiterhin in der Region geschlachtet werden können, hat der Metzinger Gemeinderat und andere Kommunen beschlossen, einen neuen, interkommunalen Schlachthof zu betreiben. Der Reutlinger Kreisverband und das Biosphärengebiet beteiligen sich an dem Vorhaben. Trotzdem sei die Umsetzung schwierig, denn es müssen genug Kommunen mitmachen, so der Metzinger Oberbürgermeister Ulrich Fiedler.

Lieferketten transparent zu halten

Die Metzger befürworten das Vorhaben des Gemeinderats. Ein interkommunaler Schlachthof hilft dabei, die Lieferketten von Metzgern zu Schlachtern weiterhin transparent zu halten. Davon profitieren auch die Landwirte und Kunden, so der Metzger Martin Wurz.

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