Seitenarm in Falkensteiner Höhle Einblick in unterirdisches Neuland

Es war die erste Gelegenheit für Nicht-Höhlenforscher, einen neuen Seitenarm in der Falkensteiner Höhle zu sehen. Der Forscher-Verein zeigte am Wochenende Fotos und einen Film.

Für ungeübte Höhlenbesucher ist der neue Gang zu eng und gefährlich. Die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten hat ihn im Sommer entdeckt und erkundet. Am Samstag hat sie über 300 Interessierten in der Grabenstettener Falkensteinhalle erstmals Bilder und Filmaufnahmen aus dem neuen Seitenarm gezeigt.

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Quelle Film: Udo Wieczorek, Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten

Matsch, Fossilien und Engstellen

ARGE-Mitglied Udo Wiecorek hat parellel zu den Forschungsarbeiten einen Film gedreht. Darin sieht man, wie die Forscher sich Meter um Meter durch Lehm und Engstellen in dem neuen, über 200 Meter langen Gang kämpfen. Dabei entdecken sie versinterte Muscheln oder Fossilien, werden aber immer wieder durch Verstürze oder Siphons ausgebremst.

Luftzug macht Hoffnung auf mehr

Die Höhlenforscher von der Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten hoffen auf weitere Gangteile. Sie berichten, im neuentdeckten Bereich immer wieder einen Luftzug gespürt zu haben. Derzeit dürfen aber nicht einmal sie weiterforschen, zum Schutz der Fledermäuse in der Höhle. Im nächsten Sommer suchen sie weiter, haben sie angekündigt.

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Schlanksein ist Bedingung

Allerdings ist die Zahl der Mitglieder begrenzt, die auf Erkundung in weitere Tiefen geschickt werden kann. ARGE-Mitglied Udo Wiecorek sagt selbst, dass er dafür nicht infrage kommt. Da man für die schmalen Durchgänge extrem schlank sein muss, wird sich die Jungmannschaft hindurchzwängen müssen.

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