Schwieriger Findungsprozess in Reutlingen Nominierung der OB-Kandidaten verzögert sich weiter

Das Durcheinander bei der Nominierung von Kandiaten für die Reutlinger OB-Wahl geht weiter. Die SPD wollte am Freitag ihren Kandidaten vorstellen. Doch der Termin wurde verschoben.

Eine Findungskommission sollte eigentlich den SPD-Kandidaten auswählen. Doch jetzt lässt die Reutlinger SPD ihre Mitglieder entscheiden, wer zur Oberbürgermeisterwahl antritt. Bislang waren mehrere Männer im Gespräch.

Abstimmung bei der SPD für die OB-Wahl in Reutlingen (Foto: picture-alliance / dpa, Armin Weigel)
Die SPD befragt ihre Mitglieder in Sachen OB-Wahl in Reutlingen Armin Weigel

Keck "zu alt"

Der Betzinger Bezirksbürgermeister und Stadtrat Thomas Keck ist einer der Kandidaten. Er hatte empfohlen, die Parteimitglieder über den OB-Kandidaten der SPD entscheiden zu lassen. Das könne keine fünfköpfige Findungskommission bestimmen, meinte Keck. Eine solche Kommission hatte sich gegen Keck als Reutlinger OB-Kandidat entschieden. Er sei zu alt.

Münsinger Bürgermeister im Gespräch

Im Gespräch war auch der Münsinger Bürgermeister und SPD-Kreisrat Mike Münzing. Der hat nun aber entschieden, dass er Stadtoberhaupt in Münsingen (Kreis Reutlingen) bleibt.

Pattsituation bei den Grünen

Auch die Grünen gehen bei ihrer Nominierung in die Verlängerung. Die Kreisrätin Cindy Holmberg und Stadtrat Holger Bergmann bekamen am Montag bei der Kandidatenkür die gleiche Anzahl der Stimmen. Eigentlich hätte das Los entscheiden müssen. Das lehnten die Reutlinger Grünen ab. Stattdessen wählen sie in zwei Wochen erneut.

Schneider für die CDU

Für die CDU kandidiert der Geschäftsführer der Landtagsfraktion Christian Schneider. Wunschkandidat der FDP ist der ehemalige Reutlinger Stadtrat und amtierende Sozialbürgermeister aus Leinfelden Carl-Gustav Kalbfell.

OB-Wahl im Februar

Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch tritt aus persönlichen Gründen im Februar nicht mehr zur Wahl an. Ihre Stelle wird am Freitag ausgeschrieben.

STAND