Breitbandgipfel in Calw-Hirsau Bald überall schnelles Internet im Nordschwarzwald?

Schnelles Internet - darauf warten die Menschen im Nordschwarzwald seit Jahren. Um den Breitbandausbau voranzubringen, trafen sich Experten zum Breitbandgipfel in Calw. Konkretes gab es wenig.

Eingeladen hatte der Regionalverband, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die IHK Nordschwarzwald. Gekommen waren Vertreter großer Telekommunikationsunternehmen, kommunaler Verbände und Politiker. Angekündigt hatte sich auch Innenminister Thomas Strobl (CDU). Doch der war verhindert und schickte Ministerialdirektor Andreas Schütze. Auf dem Breitbandgipfel in Calw-Hirsau wurde über die derzeitige Situation und die Zukunft des Breitbandausbaus in der Region gesprochen.

Dauer

Großer Nachholbedarf

Aus Sicht von Wirtschaft und Regionalverband gibt es im Nordschwarzwald erheblichen Nachholbedarf, was die Netzversorgung angeht. In ländlichen Gebieten seien die bisherigen Standards sogar existenzgefährdend, so Martin Keppler von der IHK Nordschwarzwald.

Geld vom Land gefordert

Konkrete Lösungen wurden beim Breitbandgipfel keine präsentiert. Die Forderung, nach einem flächendeckenden Glasfasernetz für die Region, wurde von allen Seiten begrüßt. Das gehe aber nicht ohne Geld vom Land machten Vertreter von Kommunen und Kreisen deutlich.

Fachkräfte für Ausbau fehlen

Momentan bauen die Kommunen unter anderem in den Kreisen Calw, Freudenstadt und im Enzkreis das Breitbandnetz größtenteils auf eigene Rechnung und mit Fördergeldern aus, so Matthias Proske vom Regionalverband Nordschwarzwald. Derzeit gebe es nur in etwa 85 Prozent der Region schnelles Internet. Hauptproblem ist laut Proske aber nicht die Finanzierung, sondern fehlende Fachkräfte im Tiefbau.

Herausforderungen für Kommunen

Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad sprach von großen Herausforderungen vor denen die Kommunen stehen. Alle hätten das Problem erkannt, sagte er am Donnerstagmorgen im SWR. Die Kommunen hätten beim Breitbandgipfel darauf gedrängt, dass das Thema höchste Priorität habe und das Land Mittel bereitstellen müsse. Die Botschaft, sei beim Vertreter des Landes angekommen, so Mack.

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