Sebastian-Blau-Preis vergeben Schwäbische Mundart in Rottenburg

Beim diesjährigen Sebastian-Blau-Preis hat eine Mundartkünstlerin aus Bleichstetten (Kreis Reutlingen) die meisten Stimmen erhalten - für ihre Erzählung "Hoimweh em Schadda".

Susanne Mathilde Zimmerer aus Sankt Johann-Bleichstetten auf der Alb war die klare Siegerin am Sonntagabend in Rottenburg (Kreis Tübingen). Sie wurde nicht nur von der Jury auf den ersten Platz gesetzt, auch das Publikum gab der 53-Jährigen die meisten Stimmen.

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Monolog über Schmerz

Ihre Geschichte "Hoimweh im Schadda", also Heimweh im Schatten, ist die berührende Beschreibung einer Verkäuferin, die zusammenbricht, weil sie neben der vielen Arbeit auch noch jede Menge Pflichten in der Familie wahrnehmen muss. Ihre Erzählung ist ein Monolog über Schmerz und Verzweiflung, aber auch Trost und Hoffnung: in einer authentischen, natürlich schwäbischen Sprache von heute.

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Zweiter Preis geht nach Dunningen

Großen Beifall erhielt auch Hans Joachim Schneider aus Dunningen (Kreis Rottweil) mit seinem bildstarken Gedicht über den "Schwammaroa", eine geheimnisvolle Anhöhe am Flüsschen Eschach. Der dritte Platz ging an die Wahl-Frankfurterin Marion Kinzig, die in ihrer Erzählung "Richtiger Mut" ein Beispiel für Zivilcourage schildert.

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Preis mit 5.500 Euro dotiert

Getragen wird der Sebastian-Blau-Preis für schwäbische Mundart vom Verein Schwäbische Mundart, dem Förderverein Schwäbischer Dialekt, dem SWR, der Stadt Rottenburg und dem Silberburg-Verlag. Der Mundart-Preis ist mit insgesamt 5.500 Euro dotiert.

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