Richtige Bekämpfung im Ernstfall Afrikanische Schweinepest: Tierärzte üben in Freudenstadt

Nachdem in Polen nahe der deutschen Grenze weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen wurden, haben Tierärzte im Nordschwarzwald den Ernstfall geprobt.

Erst gab es einen theoretischen Teil, dann ging es für 17 Tierärztinnen und Tierärzte zu einem Schweinebetrieb in Glatten im Kreis Freudenstadt. Dort wurde geübt, wie Landwirte sich im Seuchenfall richtig verhalten und die hygienischen Standards erfüllen. Außerdem übten die Tierärzte die Untersuchungen von erkrankten Schweinen und nahmen Blutproben, teilte das Landratsamt Freudenstadt mit.

Übung zur Bekämpfung gegen Afrikanische Schweinepest (Foto: Pressestelle, Landratsamt Freudenstadt)
Diese Tierärzte probten auf einem Schweinehof in Glatten die Bekämpfung der Afrikanische Schweinepest Pressestelle Landratsamt Freudenstadt

Tierärzte sollen Landwirten helfen

Zur Vorbereitung auf einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest wurde landesweit ein Expertenpool geschaffen, in dem Tierärztinnen und Tierärzte aus jedem Stadt- und Landkreis speziell für den Seuchenfall in landwirtschaftlichen Betrieben geschult werden. Die Ärzte sollen den betroffenen Landkreis bei der Seuchenbekämpfung helfen und vor allem die Landwirte unterstützen.

Bauernpräsident in Sorge

Bisher gibt es in Deutschland keinen Fall der Afrikanischen Schweinepest. "Natürlich sind wir in Sorge", sagt Bauernpräsident Rukwied. "Wir setzen darauf, dass die Sicherheitsmaßnahmen für den Fall eines Ausbruchs tragen", so Rukwied.

Bei einem Nachweis der Tierseuche bei einem Wild- oder Hausschwein sind Exporte außerhalb der EU nicht mehr möglich. Die Folge: ein großer wirtschaftlicher Schaden. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche und für den Menschen ungefährlich.

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