Schüler arbeiten mit Tablets an einem Reutlinger Gymnasium. (Foto: SWR, Neumann)

Bilanz des Modellversuchs an Reutlinger Gymnasium Zwei Jahre "Unterricht mit Tablets"

Der Digitalpakt des Bundes für die Schulen lässt auf sich warten. An einem Reutlinger Gymnasium hat man schon zwei Jahre "Unterricht mit Tablets" getestet. Die Eltern sind gespalten.

Die Ergebnisse des Modellversuchs fallen unterschiedlich aus, sagt die Rektorin des Reutlinger Friedrich-List-Gymnasiums, Susanne Goedicke. Für die Lehrer bedeute der Einsatz der Tablets einen erheblichen Mehraufwand.

Größerer Aufwand lohnt sich

Die Englischlehrerin Katja Krey ergänzt:" Die Vorbereitung des Unterrichts ist zwar aufwendiger als beim analogen Arbeiten. Aber der Aufwand lohnt sich." In einer Englischstunde setzt Krey beispielsweise Fotos ein, anhand derer die Schüler eine kleine Geschichte erzählen sollen. Davon machen sie dann eine Sprachaufnahme. Bei den Schülern stellt Krey eine höhere Motivation fest. Ausserdem werde die Medienkompetenz gestärkt.

Bei Eltern umstritten

Das gefalle auch vielen Eltern, so Rektorin Goedicke. Sie würden den Einsatz des Tablets als Arbeitsgerät im Unterricht begrüßen. Andere wiederum kritisierten den zusätzlichen Einsatz. Für sie seien die Tablets Spielgeräte, die ihre Kinder schon zu oft benutzten. Das sollten sie nicht auch noch in der Schule machen.

Das Reutlinger Friedrich-List-Gymnasium ist eines von vier Gymnasien, die am Modellversuch des Landes "Unterricht mit Tablets" teilnehmen. Der Unterricht wurde seither in vier Klassen digital ergänzt.   

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