Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (CDU) im Gespräch mit dem Physiker und Raumfahrer Ernst Messerschmid (Foto: SWR, Anne Schmidt)

Raumfahrtforschung in Reutlingen Technik nicht nur fürs All

Im Technologiepark in Reutlingen hat die Europäische Raumfahrtagentur ESA ein Zentrum für Gründer eröffnet. Für die Arbeitsplätze der Zukunft.

Im „Business Incubation Centre“, kurz BIC, sollen in den kommenden Jahren Start-Up-Unternehmen ihre Geschäftsideen umsetzen. Dabei geht es um Weltraumtechnologien wie Materialforschung oder Navigations- und Kommunikationstechnik.

Überraschungsgast Messerschmid

Zur Einweihung kam ein Überraschungsgast: Ernst Messerschmid. Den früheren Astronauten aus Reutlingen interessierte einfach das Thema Raumfahrt: "Reutlingen kann ein guter Standort werden." Viele Innovationen aus der Raumfahrt kämen auch dem Alltag zu Gute, wie Navigationsgeräte im Auto oder Bremsscheiben.

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Innovation der Gründerszene

In dieses Horn stieß auch Christian Erbe, Präsident der Reutlinger Industrie- und Handelskammer. Mit so einem Vorzeigeprojekt könne auch die Wirtschaft an den Erkenntnissen teilhaben. Und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut ergänzte: "Es passiert sehr viel Innovation in der Gründerszene. Das unterstützen wir." Schließlich gehe es um die Arbeitsplätze der Zukunft in Baden-Württemberg.

Startkapital für Start-Ups

Die Umgebung stimme im Technologiepark in Reutlingen mit Laboren und Netzwerken. So können die Gründer beispielsweise bei Bedarf Labore von Bosch oder Airbus nutzen. In diesem Jahr könnten bereits die ersten Firmen einziehen. Jede der insgesamt 30 Gründerfirmen an den Standorten Reutlingen und Friedrichshafen bekommt 50.000 Euro Förderung. Außerdem werden sie von einem Experten betreut, der mögliche Geschäftspartner vermittelt. Gefördert wird das Gründerzentrum der ESA vom Land und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

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