Pfullendorfer Soldat vor Gericht Missbrauch der Befehlsgewalt wird weiter verhandelt

Ein Soldat der Staufer-Kaserne in Pfullendorf steht in Hechingen vor Gericht. Er soll seine Befehlsgewalt missbraucht haben. Wider Erwarten ist am Mittwoch kein Urteil gefallen.

Eigentlich hätte das Berufungsverfahren vor dem Landgericht Hechingen nach einem halben Tag abgeschlossen sein sollen. Das Gericht hat nun aber einen weiteren Verhandlungstag angesetzt. An dem sollen unter anderem Dienstpläne der Staufer-Kaserne in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) eingesehen werden.

Landgericht Hechingen Eingangstür (Foto: SWR)
Landgericht Hechingen

Das Amtsgericht Sigmaringen hatte den heute 30-jährigen Soldaten wegen Missbrauchs der Befehlsgewalt bereits zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt. Zweimal soll der Angeklagte einen Kameraden ohne dienstliche Notwendigkeit ins "Achtung" gestellt haben - ihm also das Kommando zum Strammstehen gegeben haben. Anschließend soll er den Kameraden fotografiert haben.

Soldat bestreitet Vorwürfe

Der Angeklagte bestreitet, seine Position ausgenutzt zu haben. Er hatte mehrmals Missstände und Sicherheitsverstöße in der Kaserne gemeldet und sieht die Anschuldigung seiner Kameraden als Reaktion darauf.

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