Das Tübinger Landgericht von aussen (Foto: SWR)

Patient stirbt nach Operation Tübinger Narkosearzt geht in Berufung

Ein Patient starb an den Folgen einer Zahn-Operation. Das Amtsgericht Tübingen hatte den Narkosearzt wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Der legt nun Berufung ein.

Der Narkosearzt wurde Mitte Juni zu neun Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Dagegen geht der Oberarzt der Uniklinik Tübingen in Berufung. Das hat das Amtsgericht bestätigt und darauf hingewiesen, dass der Prozess nun am Tübinger Landgericht neu verhandelt werde.

Gutachter sieht Fehler beim Arzt

Der Arzt hatte eine mehrstündige Zahnoperation nicht abgebrochen, obwohl die Sauerstoffwerte des Patienten bedenklich waren. Einem Gutachten zufolge hätte der Mann gerettet werden können, wenn der Angeklagte anders entschieden hätte. Der Patient hatte bei der Operation schwerste Hirnschäden erlitten. Er starb eine Woche später.

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