Buchhandlung Osiander in der Metzgergasse (Foto: Pressestelle, Osiander)

Online-Kunden sollten Passwort ändern Hacker-Angriff beim Tübinger Buchhändler Osiander

Computer-Chaos bei Osiander: Hacker haben es geschafft, ein Virus ins System der Osiander-Filialen einzuschleusen. Deshalb ist zum Beispiel deren Internet-Seite derzeit nicht erreichbar.

Wer ein Buch bei Osiander kaufen will, hat im Moment nur zwei Möglichkeiten: in eine Filiale gehen oder telefonisch bestellen. Nachsehen, ob und wann ein Buch lieferbar ist, können die Händler aber nicht. Am Dienstagabend musste das Unternehmen den Server abschalten. Schon aus Sicherheitsgründen gegenüber den Kunden.

Gefährliches Virus

Jetzt arbeiten Spezialisten an dem Problem. Einer der Firmeninhaber, Hermann-Arndt Riethmüller, sagte dem SWR, es handle sich um ein sehr gefährliches Virus. Er kenne inzwischen drei weitere Unternehmen, die davon betroffen seien. Den wahrscheinlichen Angriffspunkt im System nannte er nicht.

"Der Angriff auf uns zeigt, dass im Netz alles möglich ist."

Osiander-Chef Hermann-Arndt Riehtmüller

Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. Osiander betreibt bundesweit in vielen Städten Filialen. Die Kriminalpolizei ist eingeschaltet und ermittelt. Derweil hofft man bei Osiander, dass im Lauf des Wochenendes der Mail-Verkehr wieder läuft und man am Montag dann wieder besser arbeiten kann.

Online-Kunden sollten aufmerksam sein

Den Kunden rät der Buchhändler, das persönliche Passwort zu ändern, sobald der Web-Shop wieder läuft. Denn es ist laut Riethmüller nicht ausgeschlossen, dass Passwörter abgezogen wurden und also Adressen und Emails für die Hacker lesbar wurden. Der Zahlungsverkehr dagegen sei sicher. Außerdem sei es ratsam, aufmerksam auf sonderbare Mails zu achten, um eine mögliche Verbreitung zu verhindern.

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