Oberlandesgericht Stuttgart Entscheidung nach Kamelunfall im Kreis Sigmaringen

Ein Kamelführer muss nach einem Reitunfall im Kreis Sigmaringen im Jahr 2012 Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen. Ein Urteil des Landgerichts Hechingen wurde nun bestätigt.

Urteil im Kamelunfall (Foto: picture-alliance / dpa, SWR, Jens Büttner)
Das OLG Stuttgart hat über Schwerzensgeld und Schadensersatz nach Kamelunfall entschieden (Symbolbild) Jens Büttner

Geklagt hatte eine Frau, die im Jahr 2012 mit ihrer Mutter einen Kamelausritt im Kreis Sigmaringen gemacht hat. Dabei lief der Inhaber der Kamelfarm zwischen den beiden Kamelen und führte sie an einer Kette.

Durch Hunde aufgeschreckt

Die Tiere wurden dann durch Hundegebell aufgeschreckt. Dadurch verlor die damals 27-jährige Frau den Halt und fiel vom Kamel. Sie verletzte sich am Kopf und konnte nach dem Unfall lange Zeit nicht mehr arbeiten.

Sorfalt nicht beachtet

Im Berufungsverfahren vor dem OLG Stuttgart bestätigte das Gericht die Entscheidung des Landgerichts Hechingen. Der Tierhalter habe die erforderliche Sorgfalt nach dem Tierhalterhaftungsgesetz nicht beachtet. So hätte er nicht beide Kamele alleine führen dürfen.

70.000 Euro Schmerzensgeld

Der Klägerin wurde 70.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen sowie Schadensersatz für den Verdienstausfall in Höhe von 21.000 Euro.

STAND