Oberbürgermeisterwahl in Reutlingen Kein Regierungspräsidenten-Duell

Der Wahlkampf für die Reutlinger Oberbürgermeisterwahl ist eröffnet. Die CDU schickt den Ex-Regierungsvizepräsidenten Schneider ins Rennen. Jörg Schmidt (SPD) tritt nicht an.

Christian Schneider präsentiert sich als OB Kandiat der CDU (Foto: SWR)
Reutlingens CDU-Fraktionschef Rainer Löffler (li.) und die Stadtverbandsvorsitzende Gabriele Gaiser stellten den CDU OB-Kandidaten Christian Schneider vor.

Der 54-jährige Fraktionsgeschäftsführer der CDU im Landtag, Christian Schneider, wurde am Donnerstag im Reutlinger Rathaus vorgestellt. Der frühere Vizepräsident des Tübinger Regierungspräsidiums will sich vor allem um mehr Arbeitsplätze und Gewerbesteuer kümmern. Wenn er gewählt würde, würde er enger mit den Nachbargemeinden und der Landesregierung zusammenarbeiten.

"Ich will zusammen mit den Bürgern Ideen entwickeln für die Stadt".

Christian Schneider, Reutlinger OB-Kandidat der CDU

Ex-Regierungspräsident Schmidt kandidiert nicht

Der frühere Tübinger Regierungspräsident Jörg Schmidt (SPD) kandidiert nicht. Er habe es sich reiflich überlegt, weil ihn die Aufgabe gereizt hätte, sagte der 57-Jährige dem SWR. Auch der Wahlkampf gegen seinen früheren Vize Christian Schneider von der CDU wäre sicher spannend geworden. Aber nun will Schmidt aus persönlichen Gründe nicht antreten.

Andere Parteien in der Findungsphase

Die Grünen wollen Ende Oktober ihren Bewerber auswählen. Wunschkandidat der FDP ist der Leinfeldener Sozialbürgermeister Carl-Gustav Kalbfell. Die SPD will Bewerbungen abwarten und wenn möglich einen eigenen Kandidaten präsentieren. Man befinde sich im laufenden Verfahren, sagte der Reutlinger Ortsvereinsvorsitzende Boris Niclas-Tölle dem SWR.

OB-Wahl im Februar

Die Stelle des Reutlinger Oberbürgermeisters wird Mitte November ausgeschrieben. Amtsinhaberin Barbara Bosch bewirbt sich nicht mehr. Sie will mehr Zeit mit ihrem schwerkranken Mann verbringen. Die Wahl findet am 3. Februar statt. 90.000 sind wahlberechtigt.

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