Nach fünf Jahren in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung Energiesparhaus kehrt auf die Alb zurück

In einer spektakulären Aktion hat ein Energiesparhaus Stuttgart verlassen. Bei der Firma SchwörerHaus in Hohenstein (Kreis Reutlingen) wird es wieder aufgebaut.

Dauer

Das Aktivplushaus B10 wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts von SchwörerHaus und dem Architekten Werner Sobek entwickelt. Das Haus, zwei Wohnmodule aus Holz - "Flying Spaces" genannt - erzeugt doppelt so viel Energie wie es verbraucht. Dafür sorgen Solarzellen auf dem Dach. Der Überschuss wird über eine Wärmepumpe in einen Eisspeicher geleitet. Nun sind die Verträge für den Standort in der Weißenhofsiedlung nach fünf Jahren ausgelaufen: Das 42 Tonnen schwere Haus muss umziehen.

Dauer

Neue Wohnform

Am Dienstag wurde es in Stuttgart auf einen Tieflader gehievt. Am Weißenhof bleibt nun ein leerer Bauplatz zurück, zum Bedauern vieler Bewohner. Interessierte aus aller Welt hatten das erste Aktivhaus besucht. Neue Wohn- und Energieformen in dieser Modulbauweise sind offenbar gefragt.

Das Schwörer-Zukunftshaus in Stuttgart (Foto: Zooey Braun)
Zooey Braun

Empfangsgebäude auf der Alb

Über Ludwigsburg, Plochingen und Merklingen soll das Haus nach Hohenstein-Oberstetten zu SchwörerHaus gebracht werden. Dort wird es am Donnerstag wieder aufgebaut. Künftig soll es als Empfangsgebäude genutzt werden.

STAND