Gärsubstratunfall in Engstingen Geschädigte bekommen Entschädigung (Foto: SWR)

Nach Unfall mit Gärsubstrat in Engstingen Geld für Geschädigte

Vor knapp eineinhalb Jahren havarierte eine Biogasanlage in Engstingen (Kreis Reutlingen). Jetzt haben die Betroffenen, deren Räume durch Gärsubstrat verschmutzt wurden, erste Entschädigungen erhalten.

Eineinhalb Millionen Liter Gärsubstrat waren im Januar 2017 aus einer Biogasanlage ausgelaufen. Jetzt gab es für die mehr als 30 Geschädigten Geld. Seit zwei Monaten zahlt die Betreiberfirma der Biogasanlage, Biga, erste Entschädigungsraten. Nach Angaben eines Anwalts geht es insgesamt um eine hohe sechsstellige Summe, die die Firma nicht auf einmal, sondern nach und nach ausschütten könne.

Gutachten liegt der Staatsanwaltschaft vor

Die Sparkassenversicherung will nicht für die Schäden aufkommen, weil die Engstinger Biogasanlage zum Zeitpunkt des Unfalls nicht genehmigt gewesen sei. Die Biga will das Geld aber von der Versicherung einklagen. Ein Gutachten zur Frage, wer für den Unfall verantwortlich ist, liegt der Tübinger Staatsanwaltschaft vor.

Lauchert muss auch saniert werden

Das ausgelaufene Gärsubstrat hatte damals auch die Lauchert verschmutzt. Für die Sanierung hat die Biga inzwischen ein Konzept vorgelegt. Das muss jetzt mit dem Landratsamt Reutlingen abgestimmt werden.

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