Nach Ärger mit Stürzen bei Ofterdingen Frischer Belag für neuen Radweg

Der Radweg zwischen Ofterdingen und Dettingen (Kreis Tübingen) wurde erst im Juli eröffnet. Nach heftigen Beschwerden von Radlern haben die Behörden die Strecke frisch präpariert.

mehrere Radfahrer radeln auf einem Waldweg, rechts ein Schild, das vor Splitt warnt (Foto: SWR, Sandra Müller)
Warnschilder weisen auf problematische Stellen auf dem neuen Radweg hin. Sandra Müller

Die Hitze und die geringen Niederschlagsmengen in den Sommermonaten hätten dazu geführt, dass der auf den Forstwegen neu aufgebrachte Schotterbelag in bestimmten Bereichen stark austrocknete und sich nicht mit den darunter liegenden Schichten verbinden konnte, hieß es in einer Erklärung des zuständigen Tübinger Regierungspräsidiums. Dadurch hatte sich vermehrt loser Splitt gebildet.

Sand soll Radweg stabilisieren

Inzwischen wurde nachgebessert. Der lose Splitt wurde abgeräumt. Außerdem wurde sogenannter Brechsand zur Stabilisierung eingebaut. Der Radweg könne jetzt besser befahren werden. In einer unübersichtlichen Strecke mit einer S-Kurve hat die Straßenmeisterei das Sichtfeld freigeschnitten. Warnschilder weisen auf Gefahrenstellen hin. Im Frühjahr wollen die Behörden die Strecke nochmals kontrollieren.

Viele Stürze

In den vergangenen Wochen waren einige Radfahrer auf dem Schotterweg gestürzt. Deswegen waren etliche Radler wieder auf der Verbindungsstraße im sogenannten Dettinger Täle unterwegs. Dies sollte durch den neuen Radweg eigentlich unnötig werden. Radler fordern nun eine durchgängige Asphaltierung. Dies sei aber aus Naturschutzgründen nicht möglich, so das Regierungspräsidium.

Seit 20 Jahren geplant

Der Weg ist gut vier Kilometer lang. In rund sechs Monaten wurde er gebaut. Die Strecke hat etwa 1,4 Millionen Euro gekostet. 20 Jahre hatte man auf den Radweg gewartet.

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