Millionenprojekt Regionalstadtbahn in Tübingen Virtuelle Probefahrt

Eine Designagentur aus Kirchentellinsfurt hat die geplante Regionalstadtbahn in Tübingen auf die Schiene gesetzt - mit einem Trickfilm. Sie fährt durch ein Tübingen ohne Autos.

Die Stadt Tübingen hat das Video bezahlt und ins Internet gestellt. Zu sehen sind weiße, schnittige Stadtbahnzüge, die durch Tübingen fahren - verblüffend realistisch, mit den original Tübinger Straßenzügen und Fassaden.

Dauer

Allerdings fällt auf, dass in dem Video kaum Autos, Radler und Fußgänger unterwegs sind. Möglicherweise wirkt der Film auch deswegen leicht futuristisch.

Bürgerentscheid 2020

In zwei Jahren sollen die Tübinger darüber abstimmen, ob sie die Regionalstadtbahn haben wollen oder nicht. Bis dahin sind noch zahlreiche Informationsveranstaltungen geplant.

Umstrittenes Projekt

Bei den Bürgern ist die Strecke umstritten. Die Gegner bemängelten bei einer Infoveranstaltung vor einer Woche beispielsweise, die Stadt Tübingen sei zu eng und die Bahn würde sich nicht lohnen.

Vernetzung in der Region

In einem ersten Schritt wird für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb die Strecke von Herrenberg über Tübingen und Reutlingen nach Bad Urach elektrifiziert und ausgebaut. Das allein wird rund 120 Millionen Euro kosten. In vier Jahren sollen die ersten Züge fahren.

Strecke durch Tübingen

In Tübingen würde die Regionalstadtbahn vom Hauptbahnhof über die Neckarbrücke, die neu gebaut werden müsste, über die Innenstadt zu den Kliniken führen. Dieser vier Kilometer lange Abschnitt sei nötig, um die vielen Pendler von der Straße wegzubekommen, so Oberbürgermeister Palmer. Kostenpunkt hierfür: rund 100 Millionen Euro. Der weitere Ausbau bis zum Technologiepark würde zusätzliche 100 Millionen Euro kosten. Rund 80 Prozent der Gesamtkosten würden Bund und Land übernehmen.

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