Sozialer Wohnungsbau in Tübingen (Foto: SWR, Jörg Heinkel)

Metzingen, Rottenburg und Tübingen wollen nachlegen In den Städten fehlen Sozialwohnungen

Wohnraum ist knapp, die Mieten sind hoch. Wer nicht zu den Gutverdienern gehört und gar noch Familie versorgen muss, hat seine liebe Not bei der Wohnungssuche. Städte suchen nach Lösungen.

Der deutsche Mieterbund und weitere Verbände fordern deutlich mehr Sozialwohnungen. Laut ihrem "Akutplan für bezahlbares und soziales Wohnen" sollte es bis 2030 mindestens zwei Millionen Sozialwohnungen in Deutschland geben. Derzeit sind es knapp 1,2 Millionen. Auch in der Region ist die Lage problematisch.

Hundert neue Wohnungen geplant

"Metzingen hat seit Jahrzehnten keinen sozialen Wohnungsbau betrieben", sagte Jochen Krohner von der Stadtverwaltung dem SWR. Der Bedarf sei aber groß. In den nächsten zwei Jahren will man deshalb etwa hundert neue Sozialwohnungen in Metzingen bauen. Auch in Tübingen wird der soziale Wohnungsbau voran gebracht und Oberbürgermeister Palmer setzt sich dafür ein. Die Situation in der Unistadt sei trotzdem schlecht: Tübingen gehöre zu den zehn teuersten Städten Deutschlands und es gebe zu wenig Baugrundstücke für neue Wohnungen, so Palmer.

In Rottenburg haben es laut Finanzbürgermeister Bednarz besonders Familien schwer, eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden, denn die Grundstückspreise seien hoch. Die Stadt kaufe deswegen Grundstücke auf, um sie ohne Gewinn weiter zu verkaufen.

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