Blut wird aus einer Pipette in ein Untersuchungsfläschchen gefüllt (Foto: SWR, Dagmar Kwiatkowski)

EU-Projekt zur Medikamentenforschung Großauftrag für Reutlinger Biotechlabor

Das Reutlinger Biotechunternehmen Signatope beteiligt sich an einem millionenschweren Konsortium zur Entwicklung neuer Biomarker. Es ist ein EU-Projekt zur Medikamentenforschung.

Gemeinsam mit 27 Partnern der Pharmaindustrie und Universitäten aus insgesamt zehn europäischen Ländern will Signatope nun Biomarker entwickeln. Das sind messbare Substanzen, die als Indikatoren für Krankheiten herangezogen werden können, teilte das Reutlinger Unternehmen mit. Es sei eines von drei Laboren, die verschiedene neue Biomarker in klinischen Proben aus ganz Europa analysieren werden, so Signatope-Geschäftsführer Oliver Pötz.

Bessere Diagnose

Die neue Methode soll zur Patientensicherheit beitragen. Ausserdem kann sie zu einer besseren Diagnose und Behandlung chronischer Krankheiten beitragen. Das Reutlinger Biotechunternehmen hat bereits ein Verfahren entwickelt, wie Organschäden und Nebenwirkungen von Medikamenten nachgewiesen werden können. Gefördert wird das Projekt mit insgesamt 28 Millionen Euro - unter anderem von der EU. Es ist auf fünf Jahre angelegt.

Mit NMI gegründet

Die Signatope GmbH ist ein Biotechunternehmen mit sieben Mitarbeitern in Reutlingen. Es wurde 2016 gemeinsam mit dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) der Universität Tübingen gegründet.

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