Wie das Bild zum Raumerlebnis wird Ausstellung mit "konkreter Kunst" in Reutlingen

Wie das Bild zum Raumerlebnis wird Ausstellung mit "konkreter Kunst" in Reutlingen

L-förmiges Objekt aus gelben, roten, weißen und schwarzen Quadraten liegt auf dem Betonboden des Ausstellungsraums, an den Wänden Bilder mit quadratischen Motiven (Foto: Stiftung Konkrete Kunst/Holger Kube Ventura)
Eineinhalb Jahre lang bemalte die französische Künstlerin Aurélie Nemours mit kleinem Pinsel die über 60 Tafeln in rhythmischer Farbfolge. Stiftung Konkrete Kunst/Holger Kube Ventura
Jahreszeiten, Lebensabschnitte, Chromosketten? Auf jeden Fall muss sich der Betrachter für das 52 Meter lange Boden-Kunstwerk in Bewegung setzen. Stiftung Konkrete Kunst/Holger Kube Ventura
Werk von Aurélie Nemours (1910 - 2015, FRA) Stiftung Konkrete Kunst/Holger Kube Ventura
Welche Seite zeigt wohl Ost, welche West? "Die zweite deutsche Mauer" hat der französische Künstler Bernard Aubertin während der Zeit von Mauerfall und Wende in Reutlingen erschaffen. Stiftung Konkrete Kunst/Holger Kube Ventura
Ausstellung Malereikonkrethochdrei. Stiftung Konkrete Kunst/Holger Kube Ventura

Das Reutlinger Kunstmuseum zeigt bis Ende Juni die Ausstellung "Malereikonkrethochdrei. Vom Bild zum Raum". Das Hauptthema ist Dreidimensionalität.

Drei Merkmale prägen die Moderne Malerei: Es wird nichts mehr abgebildet, keine Landschaften, Personen oder Dinge. Es geht nur noch um die reine Farbe, Linien und Formen sind unwichtiger. Und es "sprengt den Rahmen". Das Kunstwerk ist konkret, weil es ein eigenständiges Gegenüber ist für den Besucher. "Das was zu sehen ist, meint nichts, außer sich selbst", sagt Museumsleiter Holger Kube Ventura.

Raum erlebbar machen

Auf rund 1.000 Qudratmetern sind im Reutlinger Kunstmuseum rund über 40 Kunstwerke zu sehen. Es sind Installationen an der Wand und auf dem Boden zusehen. Die aufwändigen Werke von 12 internationalen Künstlern sollen den Raum erlebbar machen. Der Besucher kann sich selbst dadurch im Raum bewusster wahrnehmen.

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