Historische Unterschrift beendete Ersten Weltkrieg Erzberger-Museum in Münsingen-Buttenhausen

Mit seiner Unterschrift am 11.11.1918 hat Erzberger Geschichte geschrieben. Sie beendete den Ersten Weltkrieg. Doch damit wurde er auch zur Reizfigur rechter Gruppen.

Es ist ein kleines Haus am Ortsrand von Buttenhausen. Auf der Fassade prangt ein großes Erzberger-Porträt. Das Kinn auf seine Hand gestützt, scheint er nachdenklich über Dorf und Tal zu blicken. Im ersten Stock leitet ein enger Flur in das Zimmer, das die Tage wiederspiegelt, in denen Matthias Erzberger den Ersten Weltkrieg beendete. Durch einen Vorhang aus stilisierten Bäumen betritt man den Wald von Compiègne in Nordfrankreich, wo er am 11.11.1918 in Nordfrankreich den Waffenstillstandsvertrag unterschrieb:

Dauer

Unterschrift leitete politischen Wandel ein

Mit der Unterschrift beendete er die Weltkriegs-Schlachten, verhinderte das Sterben weiterer Soldaten. Damit begann auch der politische Wandel Deutschlands: vom Kaiserreich zur Demokratie. Als Minister überwachte er den Waffenstillstand und befürwortete auch den Versailler Vertrag.

Reizfigur rechter Gruppierungen

Weil sein Name unter dem Vertrag stand, war der katholische Politiker seither eine Reizfigur für rechte Gruppierungen, erzählt Museumsleiter Yannik Krebs. Mehrere Mordanschläge hatte Erzberger überstanden. Doch am 26.08.1921 wurde er im Nordschwarzwald bei Bad Grießbach während eines Spaziergangs erschossen.

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