Landgericht Rottweil (Foto: SWR, Martin Himmelheber)

Landgericht Rottweil verhandelt Erpressung und Mord Prozess um getöteten Mann von Horb-Nordstetten

Vor dem Landgericht Rottweil hat am Donnerstag der Prozess gegen zwei Männer begonnen. Sie sollen einen Geschäftsmann aus Horb-Nordstetten überfallen und ermordet haben.

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Die Anklage lautet für beide auf räuberische Erpressung mit Todesfolge in Tateinheit mit Mord. Die Männer sollen den Raub zusammen geplant und umgesetzt haben, so die Staatsanwaltschaft. Um die Tat zu vertuschen, sollen sie den Unternehmer aus Horb-Nordstetten im Kreis Freudenstadt im November 2018 umgebracht haben.

Opfer und Täter kannten sich

Einer der beiden mutmaßlichen Täter, ein Syrer, kannte den Geschäftsmann, weil der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert hatte. Der Syrer solll zunächst beschlossen haben, das Opfer auszurauben. Dazu beauftragte er den zweiten Angeklagten, der dem Opfer dann rund 3.000 Euro abgenommen hat. Um nicht selbst mit dem Raub in Verbindung gebracht zu werden, hat der Auftraggeber dann das Opfer erwürgt. Der andere habe den Tod des Geschäftsmanns in Kauf genommen und ihm nicht geholfen.

Die beiden mutmaßlichen Täter waren zur Tatzeit 27 und 32 Jahre alt. Für den Prozess sind zehn Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll im Juli gesprochen werden.

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