Landgericht Hechingen (Foto: SWR, Norbert Kohlen)

Landgericht Hechingen fällt Urteil Messerstecher von Bisingen muss in Psychiatrie

Ein junger Mann hat im Januar in Bisingen (Zollernalbkreis) seine Mutter mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Am Landgericht Hechingen ging am Dienstag der Prozess zu Ende.

Der heute 24-Jährige war laut einem Gutachten zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Drogenkonsum hätte bei dem Studenten eine paranoide Schizophrenie ausgelöst. Laut Richter hat er sich in einem Wahnzustand befunden, als er in der Nacht auf den 5. Januar seine schlafende Mutter mit einem Küchenmesser in den Hals stach. Auch seinen Stiefvater, der der Mutter helfen wollte, griff der junge Mann an.

Familientragödie

Vor Gericht hatten mehrere Zeugen berichtet, dass der 24-Jährige schon Tage vor der Tat nicht mehr er selbst gewesen sei. Der Richter sprach von einer Familientragödie. Der Mann war nach der Tat zunächst im Wald umhergeirrt, später wurde er in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht. Dort wird er nun auch bleiben. Das Gericht hat die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus und eine Therapie angeordnet.

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