vierspurige stark befahrene Straße (Foto: picture-alliance / dpa)

Lärmaktionsplan Reutlingen Auf den Straßen ist es immer noch zu laut

Autos verpesten die Luft und gefährden so die Gesundheit der Menschen. Autos schaden aber noch mehr: Sie machen Krach. Auch das macht krank. Reutlingen schreibt seinen Lärmaktionsplan fort.

Der Scheibengipfeltunnel hat seit seiner Eröffnung vor einem Jahr schon viel gebracht, so die Stadtverwaltung Reutlingen. Denn die Umgehungsstrecke halte viel Verkehr aus der Stadt raus. So erklärt Gerhard Lude vom Tiefbauamt, warum der Verkehrslärm in der Innenstadt um fast 30 Prozent zurückgegangen sei.

Weitere Tempolimits

Auch Tempolimits hätten dazu beigetragen. An vielen Abschnitten darf man statt bisher 50 nur noch 30 Stundenkilometer fahren. Dies sei die einfachste, schnellste und billigste Lösung, um Lärm zu reduzieren. Weitere Limits könnten folgen, denn: Der Lärmaktionsplan geht in die nächste Runde.

Bürger sollen sich melden

Ab sofort können Reutlinger Bürger wieder Straßen mit hohem Lärmpegel beim Tiefbauamt melden. Die Stadt hofft so, im November neue Erkenntnisse zu gewinnen, wo der Lärm für die Anwohner besonders belastend ist. Nach einer gründlichen Prüfung soll dann der Verkehrslärm in der City und auch in Teilorten wie Mittelstadt und Rommelsbach weiter gesenkt werden.

Auch die Bahn hat einen Lärmaktionsplan. Sie rüstet nach und nach laute Züge mit Flüsterbremsen aus. Ab 2021 sollen laute Güterzüge im Stadtgebiet ganz verboten werden.

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