Verleihung des Kulturlandschaftspreises 2019 in Rottenburg (Foto: SWR, Janosch Beyer)

Kulturlandschaftspreise verliehen Auszeichnungen für Ziegenhalter und Streuobstfreunde

Minister Peter Hauk (CDU) hat am Mittwoch in Rottenburg die Kulturlandschaftspreise verliehen. Zu den Gewinnern gehören Ziegenhalter, Streuobstfreunde und ein Bürgerprojekt.

Hauk, Minister für den ländlichen Raum, dankte den Preisträgern für ihr Engagement zur Erhaltung der Kulturlandschaften. Sie würden einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Der Kulturlandschaftspreis wird jährlich vom Schwäbischen Heimatbund vergeben.

"Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Steillagen, Moore und Wälder sind wichtige Rückzugsgebiete für viele seltene Tiere und Pflanzen. Viele dieser Kulturlandschaften sind heute bedroht. Sie sind ein Schatz, den wir unbedingt erhalten müssen."

Peter Hauk, Minister für ländlichen Raum BW

Ziegenhalter aus Irndorf

Zu den Preisträgern gehören die Ziegenhalter aus Irndorf (Kreis Tuttlingen). Sie pflegen mit ihren Tieren große Naturschutzflächen. Zudem überzeugte die Jury das Betriebskonzept des Hofes. Investoren können die jungen Ziegen im Frühjahr kaufen und im Herbst als Wurst oder Fleisch abholen.

Lebensraum Weggental ausgezeichnet

Auch das Bürgerprojekt "Lebensraum Weggental" aus Rottenburg (Kreis Rottenburg) wurde ausgezeichnet. Die Ehrenamtlichen pflegen ein Naturschutzgebiet. Die Streuobstfreunde Bergfelden aus Sulz (Kreis Rottweil) kümmern sich um Streuobstbestände, organisieren Infotage und Fortbildungen. Ein Sonderpreis für die Pflege von Flurdenkmalen geht nach Eutingen (Kreis Freudenstadt).

Insgesamt wurden neun Projekte ausgezeichnet. Jeder Hauptpreisträger erhält 1.500 Euro. Die Sonderpreise Kleindenkmal sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Insgesamt beträgt die Preissumme 10.500 Euro.

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