Kritik an katholischer Kirche Katholikinnen sind mit Protestaktion zufrieden

Sexueller Missbrauch, Ämter nur für Männer: Mit einer Aktionswoche haben Frauen auf die Missstände in der katholischen Kirche aufmerksam gemacht - auch in der Region Neckar-Alb.

Die Veranstalter der kirchenkritischen Aktionswoche "Maria 2.0" in der Region ziehen eine positive Bilanz. Mehrere Hundert Katholikinnen und Katholiken hatten sich beteiligt, so eine der Tübinger Organisatorinnen. Am ersten Wochenende feierten die Frauen Gottesdienste nicht in der Kirche, sondern davor. Viele kamen und solidarisierten sich.

Frauen demonstrieren für Gleichberechtigung in der Kirche (Foto: SWR, Täschner)
Frauen demonstrieren auch in Tübingen für Gleichberechtigung in der Kirche Täschner

Gemeinsames Singen

Am vergangenen Samstag trafen sich rund 100 Gläubige zu einer Kundgebung auf dem Tübinger Marktplatz. Dort wurden zusammen Lieder gesungen und für mehr Rechte in der Kirche für Frauen demonstriert.

Abschluss im Rottenburger Dom

Im Rottenburger Dom wurde am Sonntagabend die Aktionswoche mit einem Gottesdienst beendet. Der Dom war nach Auskunft einer Organisatorin sehr gut besucht.

Proteste in Reutlingen und Balingen

Mit der bundesweiten Protestaktion wollten Katholikinnen eine Woche lang darauf aufmerksam machen, was sie an ihrer Kirche stört. Eine der zentralen Forderungen war die Zulassung von Frauen zu allen Kirchenämtern. Dafür organisierten die Kirchenfrauen neben Rottenburg und Tübingen auch in Reutlingen und Balingen eigene Gottesdienste, Protestmärsche und Kundgebungen.

Überwältigende Beteiligung

Die Resonanz war überwältigend, so Barbara Wolf, eine der Organisatorinnen aus Tübingen. Die Bewegung "Maria 2.0" sei bei Jung und Alt in den Gemeinden angekommen. Auch nach der offiziellen Aktionswoche wolle man weiterkämpfen.

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