Kommunalwahl in Tübingen und Reutlingen Junge Kandidaten

Auf den Wahllisten für den 26. Mai finden sich viele junge Menschen, die etwas bewegen wollen. Das scheint ein Trend zu sein. Immer mehr Jugendliche wollen mitbestimmen.

Die junge Menschen wollen sich in der Politik einsetzen und andere motivieren. Eines vereint sie: Sie sagen, sie haben Lust auf die Kommunalwahlen, weil sie sich für ihre Ideale einsetzen wollen.

Sechs Kandidatinnen und Kandidaten für Räte in Tübingen und Reutlingen (Foto: SWR, Georg Filser)
v.l.n.r.; Sara Haug (Grüne), Max Bergmann (Linke), Alice Dorison (CDU), Julian Grünke (FDP), Maximilian Gerner (AfD), Fabian Köppen (SPD) Georg Filser

Nicht zuschauen, wenn vieles schiefläuft

Zum Beispiel Sara Haug: Die 23-Jährige ist vor rund einem Jahr den Grünen beigetreten und will jetzt in den Gemeinderat von Rottenburg. Denn sie findet, dass in der Welt einiges schiefläuft. Sie will nicht mehr beobachten, sondern etwas tun.

Andere bewegen

So sieht es auch der 18-jährige Max Bergmann. Er kandidiert für den Tübinger Kreistag. Seine Partei: die Linke. Die Chancen, sein Ziel zu erreichen, stehen „so lala“, sagt er. Trotzdem nimmt er den Wahlkampf ernst. Immerhin könne er durch seine Kandidatur und den Wahlkampf andere junge Menschen bewegen, sich politisch zu engagieren.

Keine Angst vor Veränderungen

Junge Politiker braucht das Land, meint der 23-jährige Julian Grünke. In Gemeinderäten, Kreistagen und weiteren Gremien säßen viele Leute, die doppelt so alt seien wie er. Die hätten oft Angst vor Veränderungen. Das Beispiel des FDP-Politikers, der in den Tübinger Kreistag und Gemeinderat möchte: Mikromobilität. Er würde auf deutschen Straßen gerne E-Scooter sehen. Als junger Mensch habe man einen offeneren Blick für die Chancen solcher Erfindungen, ohne die Bedenken zu vergessen.

Wählen gehen!

Sich selbst politisch zu engagieren ist die eine Seite. Die andere ist es, wählen zu gehen. Die jungen Kandidaten wollen mit ihrem Einsatz Gleichaltrige genau dazu bewegen, sagt die 24-jährige Alice Dorison. Sie will für die Tübinger CDU in den Kreistag und in den Gemeinderat. Denn genau dort würden die Dinge entschieden, die die Menschen im Alltag bewegen.

Veränderung beginnt vor Ort

Dem schließt sich Maximilian Gerner an. Er ist 20 Jahre alt und will für die AfD in den Reutlinger Kreistag. Wer etwas verändern will, müsse wählen gehen. Denn Veränderung beginne vor Ort, meint er. Wüssten die Menschen genauer, was Kreis- und Gemeinderäte alles entscheiden, wäre die Wahlbeteiligung deutlich höher, meint er.

Unterschiedliche Positionen vertreten

Politische Vielfalt sei wichtig, findet der 23-jährige SPD-Mann Fabian Köppen, der in den Tübinger Gemeinderat will. Fridays für Futur habe gezeigt, dass junge Menschen Positionen haben und vertreten. Er fände es gut, wenn diese Positionen auch eingebracht werden.

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