Klimawandel wird im Rammert deutlich Rottenburger Forstleute wollen Wald krisenfest machen

Auch im Rammert leiden Bäume unter der Trockenheit. Experten der Forsthochschule Rottenburg untersuchen daher, wie dem Klimawandel zu begegnen ist. Mischwälder könnten helfen.

Das Interesse an der Arbeit der Waldbauexperten aus Rottenburg (Kreis Tübingen) hat in den vergangenen Jahren wegen des Klimawandels deutlich zugenommen. Mit neuen internationalen Forschungsprojekten wollen die Experten dem Wald so gut es geht helfen. Brauchen wir neue Bäume für den Klimawandel im Wald? Wie könnte eine Strategie aussehen, um den Wald krisenfest zu machen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Experten der Forsthochschule Rottenburg.

Waldtrockenheit im Rammert bei Rottenburg (Foto: SWR, Markus Beschorner)
v.l.n.r.: Lehrwaldbeauftragter Göran Spangenberg, Waldbauexperte Sebastian Hein Markus Beschorner

Esche und Ahorn leiden besonders

Sie haben im Rammert deshalb ein Versuchsfeld angelegt. Die Experten der Hochschule wollen dort herausfinden, wie sich das Wetter auf das Wachstum und die Entwicklung einzelner Baumarten auswirkt. Sie messen zum Beispiel die Feuchtigkeit des Bodens. Alle halbe Stunde wird das Wachstum von Fichten, Tannen und Douglasien Mikrometer genau protokolliert. Die Douglasie sei sehr viel weniger empfindlich.

Mischwald hat beste Chancen

Allerdings könne diese Aussage nur für diesen Standort, mit diesem Boden gelten, betonen die Wissenschaftler. Besonders große Probleme mit Trockenheit und Pilzbefall haben Esche und Ahorn. An bestimmten Standorten könnten sie von anderen Baumarten ersetzt werden, hofft Sebastian Hein von der Forsthochschule Rottenburg. Die Botschaft: Die besten Chancen bietet ein möglichst naturnah angelegter Mischwald. Er kann die Rolle des Waldes als Ökosystem, Erholungsraum und Wirtschaftsgröße wohl am besten erfüllen, glaubt Hein.

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