Gelbe Markierunge signalisieren Sperrung für Autos der Tübinger Mühlstrasse. (Foto: SWR, Steffi Assenheimer)

Klimaschutz durch Straßensperrung Tübingen macht Platz für Radfahrer

Normalerweise drängeln sich Busse, Autos und Radfahrer auf Neckarbrücke und Mühlstraße in der Innenstadt. Jetzt ist Tübingens wichtigste Verkehrsader für Autos teilweise gesperrt.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Die zentrale Verkehrsader ist probehalber für Autofahrer von der Neckarbrücke aus gesperrt. Zwei Monate wird die Testphase dauern. Autofahrer sind nun gezwungen, Umwege zu fahren, Radfahrer hingegen bekommen eine Spur mehr auf der Mühlstraße.

"Da hat sich der Herr Palmer wieder was geleistet."

Passantin, die die Sperrung an der Mühlstraße beobachtet.

Hält man sich als Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln, wird geblitzt. Im Vorfeld wurde Kritik laut. Die Straße sei für Autos wichtig, damit der Verkehrsfluss laufe, so ein Tübinger. Viele befürchten, dass sich das Verkehrsproblem nur verlagert. Schließlich müsse der Verkehr ja irgendwohin, so die Kritiker.

Mehr Sicherheit für Radler

Grundsätzlich soll es für Radfahrer in der Innenstadt sicherer werden. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) geht es vor allem um Klimaschutz. Autos sollen zunehmend aus der Tübinger Innenstadt verdrängt werden. Die Bürger sollten weniger Autofahren. Stattdessen soll Busfahren kostenlos sein. Nur so könne eine Verkehrswende gelingen und langfristig CO2 eingespart werden, so Palmer.

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