Kampf gegen hohe Mieten Kühn fordert weiter Mietpreisbremse für Tübingen

Die Mietpreisbremse ist umstritten. Jetzt ergab eine Studie: Sie hilft, wenn auch nur wenig. Der Tübinger Bundestagsabgeordnete Chris Kühn will sie für Tübingen unbedingt erhalten.

Die Mietpreisbremse hat die Explosion der Mieten in beliebten Städten offenbar leicht gebremst. "Da, wo die Mietpreisbremse gilt, verlangsamt sich der Anstieg der Mieten", sagte Bundesjustizministerin Barley (SPD) in Berlin.

Chris Kühn (Foto: SWR)
Chris Kühn (Grüne) befürwortet Mietpreisbremse für teure Städte (Archiv)

Teure Mieten in der Neckar-Region

Der Effekt ist allerdings minimal, wie die Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt. Demnach wären die Mieten ohne die Bremse nur um etwa drei Prozent höher. Barley will die im nächsten Jahr auslaufende Regelung dennoch verlängern. Das fordert auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Chris Kühn aus Tübingen. Die Neckar-Region sei nach wie vor ein Hotspot der Mieten-Entwicklung.

Teures Tübingen

Tübingen liegt laut Kühn auf Platz sechs der teuersten Städte Deutschlands. Die Mietpreisbremse wurde im Juni 2015 eingeführt, um die rasant steigenden Mieten in beliebten Regionen einzudämmen. Mieterverbände kritisieren, dass sich viele Vermieter nicht an die Regelung halten.

Mietpreisbremse beschäftigt Gericht

Der Kampf gegen hohe Mieten und Wohnungsnot wird in diesem Jahr auch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beschäftigen. Die Richter wollen sowohl zur Mietpreisbremse als auch zum Berliner Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum entscheiden.

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