Weiche im Horber Industriegebiet (Foto: SWR)

IHK-Nordschwarzwald Ausbau der Gäubahn ist wichtiger Standortfaktor

Die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald begrüßt die Initiative der deutsch-schweizerischen Wirtschaft für die Gäubahn. Die Zugstrecke sei ein wichtiger Standortfaktor.

Sowohl für die exportorientierten, mittelständischen High-Tech-Unternehmen als auch für den Tourismus im Nordschwarzwald sei die Gäubahn ein wichtiger Standortfaktor, so IHK- Präsidentin Claudia Gläser. Sie sieht im Ausbau der Gäubahn einen wichtigen Standortfaktor, vor allem für die Landkreise Freudenstadt und Calw.

Nähe zum Flughafen

Dadurch würde der Nordschwarzwald ganz dicht an die wichtigen Wirtschafts- und Finanzzentren in Stuttgart und Zürich heranrücken. Außerdem würde der umsteigefreie Anschluss an den Flughafen Stuttgart möglich, so Gläser. Und für den Güterverkehr bringe das in Horb geplante Verladeterminal dringend benötigte Verbesserungen.

Druck auf Berlin ausüben

Das Wirtschaftsbündnis, das sich am Montag erstmals in Rietheim-Weilheim (Kreis Tuttlingen) getroffen hat, fordert den unverzüglichen Ausbau der Gäubahn von Stuttgart über Singen nach Zürich. Dem Bündnis gehören insgesamt zwölf Verbände aus Deutschland und der Schweiz an. Mit dem Treffen wollten sie vor allem in Berlin Druck machen wegen des bislang schleppenden Ausbaus der eingleisigen Bahnstrecke.

Staatsvertrag von 1996

Schon 1996 wurde im Staatsvertrag von Lugano zwischen der Schweiz und Deutschland vereinbart, den Fernverkehr auf dieser Strecke deutlich zu beschleunigen. Die Schweiz hat ihre Ausbauarbeiten bereits vor Jahren abgeschlossen. Auf deutscher Seite lässt die Beschleunigung der Strecke immer noch auf sich warten.

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