Höhlenretter aus Tübingen Vorsicht bei Höhlen im Land

Die Rettung jugendlicher Fußballer und ihrer Betreuer aus einer Höhle in Thailand bewegt die Welt. Höhlen in Baden-Württemberg bergen auch Risiken - wenn man sich falsch verhält.

Aus der Ferne sei die Situation in Thailand schwer einzuschätzen, sagt Matthias Leyk von der Höhlenrettung Baden-Württemberg. Den Höhlenrettern dort stehe aber wohl noch ein hartes Stück Arbeit mit enormen Risiken bevor.

Dauer

Leyk selbst sei zum Glück noch nie in eine so gefährliche Situation geraten. Doch schon oft habe er Menschen aus Höhlen im Land gerettet. Eigentlich seien diese Höhlen aber nur dann gefährlich, wenn man sie unvorbereitet befahre, so Leyk.

Wetterbericht ist wichtig

Zur Vorbereitung gehöre es, den Wetterbericht ausführlich zu studieren, bevor man eine Höhle betrete, in der etwa Überflutungsgefahr bestehe, sobald es kräftig regne.

Aus der Falkensteiner Höhle zwischen Grabenstetten und Bad Urach müssten häufig Menschen befreit werden, die diese Gefahr unterschätzten und dann von Wasser eingeschlossen würden.

Lampen und Proviant

Außerdem sei es gefährlich, nicht ausreichend lang brennende Lampen dabei zu haben, zu wenig Proviant mitzunehmen oder keine Rettungsdecken. Die Decken seien in unseren Breiten besonders wichtig, da die Höhlen eine durchschnittliche Temperatur von etwa neun Grad haben. Wer wegen einer Verletzung nicht weiterkommt, vielleicht noch nass geworden ist, läuft Gefahr sich zu unterkühlen, bis Hilfe da ist. Das sei oft weit gefährlicher als die ursprüngliche Verletzung.

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