Computerzentrum der Hochschule Reutlingen (Foto: SWR)

Hochschulen schlagen Alarm Auch Reutlingen kämpft für bessere Ausstattung

Auch die Hochschulen in Reutlingen, Rottenburg und Tübingen schlagen Alarm. Sie klagen, sie seien unterfinanziert, und fordern vom Land mehr Geld für die Studienplätze.

In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Zahl der Studierenden im Land vervierfacht. Pro Studierendem fehlten jährlich 1.000 Euro. Trotzdem fordere das Finanzministerium bei den laufenden Finanzverhandlungen Einsparungen, weil es mit einem Rückgang der Zahlen rechnet. Dies sei nicht der Fall, so der Rektor der Rottenburger Hochschule, Prof. Bastian Kaiser. Der Sprecher der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fordert daher, die Einrichtungen müssten entsprechend ausgestattet werden.

Schlechtere Bedingungen für Studierende

Bisher haben die Hochschulen und Universitäten die gestiegenen Studierendenzahlen der vergangenen Jahre vor allem mit zeitlich begrenzten Programmen und Zusatzbelastungen bewältigt, hieß es in einer Mitteilung. Dadurch hätten sich die Rahmenbedingungen für die Studierenden und die Forschung stetig verschlechtert. Auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären erschwert, klagen die Hochschulen.

Dauer

Studienplätze könnten wegfallen

Ohne ausreichende Finanzierung müsste spätestens im Jahr 2021 gespart werden, und zwar auf Kosten der Qualität und des Umfangs des Angebots. Auch Studienplätze könnten wegfallen. In Reutlingen mangele es vor allem an technisch geschultem Personal und aktueller Software, so Wolfgang Honigberger, Leiter des Rechen- und Medienzentrums der Reutlinger Hochschule.

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