Schwarzwald (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Herausforderungen für heimische Wälder Offener Wald-Dialog in Rottenburg

Wegen der Klimawandel-Schäden im Wald, so Rektor Kaiser der Forsthochschule Rottenburg, ringt die Gesellschaft mit der Forstwirtschaft. Und die Forstwirtschaft mit sich selbst.

An der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg wird viel um Lösungsansätze gestritten, wie man den Herausforderungen für den Wald begegnen kann, so Rektor Bastian Kaiser. Meist geschehe das aber hinter den verschlossen Türen des akademischen Betriebs.

Strittige Fragen offen besprechen

Am Mittwoch waren aber alle interessierten Bürger an die Hochschule geladen, Waldbesitzerinnen, Forstleute, Studentinnen und Schüler. Es ging um wissenschaftliche Erkenntnisse zu strittigen Fragen, die auch kontrovers diskutiert werden sollten. Schließlich sind die Ansprüche an den Wald vielfältig, teilweise widersprechen sie einander. Wald soll Lebensraum sein, Wasserspeicher, Rohstoffquelle, Erholungsort und Klimaschutz-Anlage.

Diskussion an der Forsthochschule Rottenburg (Foto: SWR, Beschorner, Sarah)
Diskussion an der Forsthochschule Rottenburg Beschorner, Sarah

Ein Thema war beispielsweise die Frage, wie die Holzernte mit schweren Maschinen mit dem Schutz des Bodens zusammengehen kann. Oder ob es ökologisch sinnvoll ist, Holz zu verheizen - statt fossile Energien zu verbrennen. Auch um die Frage, ob Wald weiterhin Eigentum von Privatleuten sein sollte, wurde diskutiert.

Vorratsreiche oder lichte Wälder?

Unterschiedliche Ansichten gab es ebenfalls zur Frage, ob unsere Wälder besser dicht und dunkel oder licht und hell sein sollen. Der Blauschwarze Eisvogel, ein sehr seltener Schmetterling beispielsweise, braucht Kahlschlag- oder Sturmwurfflächen für seine Raupen. Kahlschläge vermeidet man heutzutage aber, um Wälder nachhaltig zu bewirtschaften.

Fortsetzungen geplant

Da längst nicht alle Fragen geklärt oder auch nur alle Argumente ausgetauscht werden konnten, plant die Hochschule weitere derartige Veranstaltungen.

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