Marktplatz in Reutlingen mit Maximilianbrunnen und historischem Spital  (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/ dpa/dpaweb/Harry Melchert)

Für Menschen mit Behinderung Reutlingen-Stadtführung per App

Die Stadt spontan erkunden, auch wenn man eine Hör- oder Sehbehinderung oder eine mentale Beeinträchtigung hat: Reutlingen arbeitet an einer App, die das möglich machen soll.

Per Satellitensteuerung leitet die App Besucher zu Reutlinger Sehenswürdigkeiten wie dem Maximilianbrunnen, der Marienkirche oder dem Heimatmuseum. Je nachdem, welches Handicap man mitbringt, kann man sich beispielsweise Erklärungen in leichter Sprache oder in Gebärdensprache vorspielen lassen.

Schwäbisches mit Dodokay

Alle Audios gibt es auf Hochdeutsch und auf Schwäbisch. Die Vertonung hat der Reutlinger Sprachkünstler und Komiker Dodokay übernommen.

Laptop mit Bild der Reutlinger Fußgängerzone (Foto: Stadt Reutlingen)
Noch ist die App in der Entwicklungsphase - Was sie können soll, führen Stadtmitarbeiter auf dem Laptop vor. Stadt Reutlingen

Einblicke für Außenstehende

Außerdem gibt es 360-Grad-Bilder. Wer beispielsweise vor der verschlossenen Marienkirche steht, kann sie auf dem Bildschirm von innen ansehen und eventuell auch gleich eine Karte für das nächste Konzert buchen.

Geld von der ESA

Die App-Entwicklung kostet mindestens 100.000 Euro. Finanzierbar ist das für die Stadt nur, weil das Konzept einen Wettbewerb der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA gewonnen hat. Von da kommt jetzt das Geld.

Start im Januar

Ab Anfang nächsten Jahres kann man die App herunterladen. Die Videos stehen dann auch auf der städtischen Webseite.

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