Bosch-Logo und Schriftzug auf einer Wand (Foto: dpa Bildfunk, Marijan Murat)

Forschungs-Campus im Cyber Valley Bosch investiert 35 Millionen Euro in Tübingen

Das Cyber Valley soll weiter wachsen. Bosch möchte in Tübingen ein Forschungszentrum zur künstlichen Intelligenz aufbauen. Das Unternehmen will rund 35 Millionen Euro investieren.

Die Planungen hat Bosch am Mittwoch bei der Einweihung eines Forschungsgebäudes der Universität Tübingen bekannt gegeben. Derzeit führe man Gespräche mit der Stadt Tübingen über den Kauf eines Grundstücks in direkter Nachbarschaft zum Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und den Forschungseinrichtungen der Uni, teilte Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle mit. Der Konzern ist sich sicher, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Technologie der Zukunft ist. Und der Stuttgarter Technologieriese will da in der Weltspitze mitspielen, so Geschäftsführer Michael Bolle.

Arbeit für 700 Experten

Dafür will der Konzern rund 35 Millionen Euro in Tübingen investieren und den neuen Forschungskomplex "Bosch AI Campus" ansiedeln. Er soll sich vor allem darum kümmern, wie man aus der wissenschaftlichen Forschung Anwendungen für die Industrie entwickeln kann. Zum Beispiel Computerprogramme, die den Ausfall von Maschinen vorhersagen können, lange bevor die Maschine kaputt geht. Damit man eingreifen kann, bevor es zum Stillstand kommt. Bis zu 700 Experten aus dem Bereich Künstliche Intelligenz sollen im Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) einmal arbeiten. Die Einweihung ist in gut dreieinhalb Jahren geplant. Bosch ist Gründungsmitglied des Cyber Valley Tübingen-Stuttgart.

Cyber Valley 2016 gegründet

Das Land hat 2016 den millionenschweren Forschungsverbund Cyber Valley ins Leben gerufen. Beteiligt sind unter anderem die Unis Tübingen und Stuttgart, das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und namhafte Unternehmen wie Daimler, ZF, Amazon oder auch Bosch.

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