Nationalpark Schwarzwald, Wandern,Trecking (Foto: SWR)

Forscher wollen Klimawandel untersuchen Nationalpark Schwarzwald stellt Wetterbeobachtungsprogramm vor

Im Nationalpark Schwarzwald wird ein engmaschiges Netz zur Wetterbeobachtung aufgebaut. Mit Hilfe von 20 Stationen soll das Forschungsnetz 50-fach genauer werden, als es bisher ist.

Bisher werden die Wetterdaten auf einen Kilometer genau erfasst. Im Nationalpark Schwarzwald werden es künftig 20 Meter sein, sagt der Geowissenschaftler Christoph Dreiser vom Nationalparkteam. Die Stationen befinden sich in Tälern, auf Bergrücken und Hängen. Die Geräte stehen an diesen ausgewählten Punkten, um jedes klimatische Extrem im Nationalpark abbilden zu können. Diese feinere Erfassung sei notwendig, um die verschiedenen Organismen und Gruppen im Nationalpark genauer untersuchen zu können, so Dreiser.

"Wir haben eine sehr lebhafte Topographie, die Geländeformen sind sehr vielfältig. Da spielt das lokale Klima eine sehr viel stärkere Rolle als das großräumige Klima."

Geowissenschaftler Christoph Dreiser

Dauer

Die Forscher hoffen, so nachvollziehen zu können, warum sich die Vegetation an verschiedenen Orten unterschiedlich entwickelt. Dabei wollen sie mit den Artenexperten eng zusammenarbeiten und so mittelfristig ein Umweltbeobachtungsprogramm aufbauen. Die Ergebnisse sollen außerdem mit anderen Forschern geteilt werden, um den Klimawandel besser zu verstehen.

STAND